29
Aug

Osram nun doch zu AMS?

Osram hat das bestehende Stillhalteabkommen mit AMS aufgehoben und eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Damit können die  Österreicher ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot abgeben. Das Angebot soll bei 38,50 EUR in bar pro Aktie liegen, also 10% mehr als von den Finanzinvestoren Bain und Carlyle.  Voraussetzung für den Verkauf  ist allerdings,  dass mindestens 70 % der Osram-Aktionäre ihre Papiere verkaufen.

 

Olaf Berlien, der CEO der OSRAM Licht AG freut sich, dass seine Aktionäre nun zwischen zwei Angeboten wählen können. Wichtig ist für ihn neben einer gesicherten Finanzierung auch die Wahrung der Interessen der Mitarbeiter. Die Kooperationsvereinbarung mit ams sieht daher u.a. vor, dass München der Co-Hauptsitz mit globalen Stabseinheiten bleiben und der Name Osram weitergeführt würde.

Die große Herausforderung liegt ja darin, dass ein Industriekonzern mit nahezu 4 Mrd. EUR Umsatz durch ein wesentlich kleineres Unternehmen übernommen werden soll.

Das Digital-Geschäft und das Verbraucher-Geschäft mit LED-Lampen soll nach den Vorstellungen von ams jedoch verkauft werden.

Der Deal muss noch durch die entsprechenden Wettbewerbsbehörden abgesegnet werden.