Osram: Entscheidung über Ausgliederung des Lichtgeschäfts vertagt

Wie die Deutsche Presse-Agentur mitteilt, hat der Aufsichtsrat des Lichtkonzerns Osram noch keine endgültige Entscheidung über die geplante Ausgliederung des Lampen-Geschäfts getroffen.

Zuvor seien die Auswirkungen auf die Arbeitnehmer zu prüfen. Die jüngsten Pläne hatten bei Arbeitnehmervertretern eine zentrale Frage aufgeworfen: Was würde eine Ausgliederung des Lampen-Geschäfts für die Beschäftigten bedeuten? Die IG Metall hatte auf die Ausgliederungspläne empört reagiert.

Zuvor hatte Osram angekündigt, dass das Geschäft mit Lampen – darunter Halogen-, Energiespar- und LED-Lampen – ausgegliedert werden soll. 

Eine Entscheidung könnte in etwa vier bis sechs Wochen auf einer außerordentlichen Sitzung des Kontrollgremiums fallen. Ein genauer Termin dafür wurde aber zunächst nicht bekannt. Dass die Pläne noch gekippt werden könnten, gilt aber als unwahrscheinlich. Offen ist auch weiter, ob das Geschäft nach der Ausgliederung verkauft oder etwa an die Börse gebracht werden soll. 

Auch der Konkurrent Philips hat bereits tiefgreifende Maßnahmen ergriffen, das gesamte Licht-Geschäft abgespalten und im März einen Teil der Sparte verkauft.

Osram bekommt seit Jahren den rasanten Wandel auf dem Lichtmarkt zu spüren – und die günstigere Konkurrenz vor allem aus Asien, die gerade auf dem Massenmarkt für Lampen billiger produzieren kann.