Osram Aufsichtsrat stimmt Ausgliederung des Lampengeschäfts zu

Nachdem der Aufsichtsrat im April zunächst einen Prüfauftrag zur Verselbstständigung des Lampengeschäfts erteilt hatte, gab es nun nach Gesprächen zwischen Arbeitnehmervertretern und dem Management grünes Licht.

Mit der Ausgliederung will Osram den unterschiedlichen Dynamiken und Anforderungen im Lichtmarkt Rechnung tragen. Der Lampenmarkt sei ein Massenmarkt, in dem gleichbleibend hohe Qualität und Kosteneffizienz wettbewerbsentscheidend sind. Er unterscheide sich damit fundamental von den Technologiemärkten, die geprägt sind durch Innovationen, kundenspezifische Lösungen und nachhaltiges Wachstum.

Auf diese Technologiemärkte will sich Osram mit den Bereichen optische Halbleiter, Automobil- und Spezialbeleuchtung sowie Leuchten, Systeme und Lösungen künftig fokussieren.

Die Entscheidung des Aufsichtsrats lege nun den Grundstein für die künftige strategische Ausrichtung Osrams auf Wachstum, Innovation und Technologieführerschaft, so Vorstandsvorsitzender Olaf Berlien.

Aktuell erwirtschaftet Osram mit dem klassischen Lampengeschäft noch fast 40% seines Umsatzes. Doch als eigenständige Einheit könne das Privatkunden-Geschäft freier am Markt agieren und strategische Optionen, wie zum Beispiel Partnerschaften, leichter realisieren.

Jes Munk Hansen, bisher CEO der Region Americas, wird das Leuchtmittelgeschäft künftig leiten. Wie die Verselbstständigung erfolgen wird (z.B. Verkauf oder Börsengang), steht noch nicht fest.

Nach der Abspaltung von Siemens ist Osram seit 2013 eine eigenständige Gesellschaft. Seitdem wird im großen Stil restrukturiert und gespart. Nach einem Wegfall von über 8.000 Stellen zählt Osram weltweit noch rund 34.000 Beschäftigte.