ETIM wird immer stärker genutzt

Schon im nationalen Bereich kann das Einpflegen von Produkten eines Herstellers A beim Großhändler B aufwändig und zeitraubend sein. Mit ETIM, dem Klassifizierungsmodell für die Elektrobranche, lässt sich praktisch jeder Artikel exakt und eindeutig beschreiben.

Weil Aufbau und Beschreibungsstruktur der Katalogbasis gleich sind, entfallen alle bisher notwendigen, in der Regel aufwändigen Datenformatierungen und -anpassungen. Das Ergebnis ist ein schneller und reibungsloser Datenaustausch zwischen Hersteller und Handel.

Richtig interessant wird die Geschichte natürlich auf internationaler Ebene. Auch hier gewährleistet ETIM, dass alle relevanten Informationen in allen unterstützten Sprachen entsprechend ausgegeben und vor allem problemlos in die Systeme der jeweiligen Vertriebspartner vor Ort eingepflegt werden können.

In sofern verwundert es nicht, dass sich ETIM auch international immer weiter verbreitet. Im vergangenen Jahr konnte die Mitgliederzahl dank der zwei neuen Partnerländer Dänemark und Norwegen auf insgesamt 11 ausgebaut werden. 2015 wird Finnland hinzukommen. Weitere Interessenten sind Russland, Tschechien sowie Italien, außerdem führt man intensive Gespräche mit IDEA (USA/Kanada) über die Weiterentwicklung der Kooperation in Nordamerika.

Entsprechend international ist auch das Führungsgremium von ETIM besetzt. Für den aus Altersgründen ausgeschiedenen B. Hogborn (Schweden) wurden auf der Generalversammlung im Juni 2014 sein schwedischer Nachfolger S. Skoklund und zusätzlich D. Boucard für Frankreich in das Management-Board gewählt. Das Präsidentenamt bekleidet Franz Ernst (Sonepar Deutschland), Vizepräsident ist Ryszard D'Antoni von der polnischen Elektrogroßhandelsvereinigung SHE, Schatzmeister ist Yves de Coorebyter von der belgischen Einkaufsvereinigung FEE und Technischer Direktor Marc Habets von ETIM Niederlande.

Ausblick: Für April/Mai ist die Veröffentlichung des neuen gemeinsamen Leitfadens für die Datenübertragung von Lieferanten geplant, außerdem laufen die Vorbereitung zur Veröffentlichung der Version ETIM 7. Sukzessive soll das Klassifizierungsmodell nun zudem auch für den Bereich HVAC/HLK (Heating, Ventilation and Air Conditioning/Heizung, Lüftung, Klimatechnik) geöffnet werden. In den Niederlanden ist dies bereits geschehen, Schweden, Dänemark und Polen sollen demnächst folgen.

Die nächste Generalversammlung wird am 4. Juni 2015 in Lissabon stattfinden (wie immer einen Tag vor der Generalversammlung der EUEW).